Heute war mein erster FunDay und es war einfach wunderbar! Zuerst haben wir mit einem Bus die Kinder aus Ons Plek abgeholt. Als wir um die Ecke bogen, standen schon alle Kinder da und waren total aufgeregt, sie haben sich so gefreut den Bus zu sehen. Wir haben dann alle unsere Kinder zugeteilt bekommen. Ich hatte drei Mädchen (11, 12, 16 Jahre) und einen Jungen (5 Jahre). Dann sind wir zu dem zweiten Heim gefahren und dort haben jeweils die anderen Volontäre Ihre Kinder bekommen. Anschließend sind wir in ein Restaurant gefahren. "Mein" kleiner Junge war so aufgeregt und konnte es kaum glauben, das er Essen gehen darf- und dann auch noch in DAS Restaurant. Er sagte andauernd: " I can´t belive it."
Hinterher sind wir in einen Park gefahren um dort zu spielen. Die "Krönung" war ein Besuch in einem Theater mit einer Zauber- Vorstellung. Die war wirklich toll. Während der Vorstellung saß ich neben meinem Jungen und der 12- Jährigen. Der Junge kam immer auf meinen Schoß gekrochen und hat sich an mich gekuschelt, meinen Arm um sich gelegt wenn ich ihn mal weg genommen habe um zu klatschen. Oh das war einfach nur so niedlich. Währenddessen hat das Mädchen seinen Kopf auf meine Schulter gelegt und meine Hand genommen. Die Kinder sind so lieb, aber solche Handlungen zeigen, dass die Kinder nach Nähe und Geborgenheit suchen. Mir geht das einfach nicht aus dem Kopf...Auf dem nach Hause- Weg, kam mein Junge wieder an und hat mich bestimmt 10 Minuten nicht mehr aus seiner Umarmung losgelassen. Zwischendurch habe ich dann immer einen Schmatzer auf die Wange bekommen. Als wir uns verabschiedet haben, hat er sich für den tollen Tag bedankt, und mir 10 Kussmünder zugeworfen.
Es ist mir so schwer gefallen, solch ein Kind gehen zu lassen, was sich nach so kurzer Zeit völlig hingibt um ein bisschen "geliebt" zu werden.
Solche Erfahrungen bestätigen mir meine Entscheidung in dieser Organisation zu helfen und nicht täglich mit den selben Kindern zusammen zu sein, die ich nach einem halben Jahr verlassen würde und die Kinder wieder jemanden verlieren den sie so gern hatten.
Generell denke ich mir immer was wir eigentlich oft für geringe Sorgen haben. Es ist immer leicht gesagt, dass man weiß wie gut man es hat, aber hier erlebe ich diese Phrase schon manchmal zu genau. In den Townships sieht man viel Elend, Krankheit, Gewalt und vor allem Armut. Ich habe aber eins von den dort lebenden Menschen gelernt und es wird mir immer wieder deutlich: Auch wenn man sehr sehr arm ist, darf man nie die Lust am Leben und die Fröhlichkeit verlieren.
Ich freue mich schon auf den nächsten FunDay!
Gestern war ich mit Tante Rona und Onkel Dietmar in dem größten Shopping- Center der Südhalbkugel. Wir sind noch nicht einmal ganz durch gewesen... Es war richtig toll und ich habe bestimmt 25 Hosen anprobiert bis ich in dem letzten und ersten Geschäft eine gefunden habe :-) Morgen werde ich wieder zu Ronin fahren :-)
Nun bin ich nächste Woche schon einen Monat hier...
Have a nice week!

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